Osteopathie - das ganzheitliche Behandlungskonzept

Jeder kennt es: man spürt den Schmerz und nimmt eine Tablette. Aber die eigentliche Ursache wurde nicht beseitigt, der Schmerz kehrt zurück. Eine Lösung können hier ganzheitliche Behandlungsmethoden bieten, die den Ursachen von Beschwerden wirklich auf den Grund gehen und durch die Therapie die Selbstheilungskräfte des Körpers wieder aktivieren. Die Osteopathie arbeitet seit Jahrzehnten auf diese Weise und erhält auch in Österreich eine immer stärkere Bedeutung.

Osteopathie heilt den Menschen, nicht die Krankheit

Osteopathie behandelt den ganzen Menschen: Nach einem ausführlichem Gespräch, der Anamnese, schließt sich die Therapie an. Diese wird nur mit den Händen ausgeführt. Bei der Untersuchung spürt der Osteopath mit sanften Techniken Spannungsmuster und Bewegungseinschränkungen auf. Durch langjährige Schulung kann der Osteopath diese Funktionsstörungen erkennen, auflösen und damit dem Körper helfen, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

  • Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche und manuelle (mit den Händen ausgeführte) Behandlungsmethode. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass der Körper dank der Möglichkeit, Bewegung auszuführen, funktioniert.

  • Der Osteopath nimmt jeden Patienten als Menschen wahr und behandelt ihn in seiner Gesamtheit.

  • Der Osteopath glaubt an die heilende Kraft der Natur und arbeitet daher nach dem Grundsatz: "Find it, fix it, leave it alone" (Finde das Problem, behandle es und gib der Selbstheilung Zeit)

  • Osteopathie fördert die zehn grundlegenden Körperfunktionen: Haltung und Körperbewegung - Kreislauf - Atmung - Verdauung, Absorption und Ausscheidung - Metabolismus und Energiegleichgewicht - Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts - Schutzmechanismen - Sinneswahrnehmung - Fortpflanzung - Bewusstsein und Verhalten

  • Osteopathie baut auf fünf biologischen Prinzipien auf:
    - Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Struktur und Funktion.
    - Der Körper besitzt Selbstheilungskräfte.
    - Der Körper ist eine Einheit, die nicht unterteilt werden kann (ganzheitlich).
    - Das Gesetz der Arterien beruht auf der Freiheit der Bewegung und des Rhythmus aller Sekrete des Körpers.
    - Osteopathie behandelt den Patienten, nicht die Krankheit.

Leben ist Bewegung

Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung der Bewegung der Gewebe im gesamten Organismus. Meistens ist uns diese Mobilität nicht bewusst. Dazu zählen die Atmung, der pulsierende Blutstrom, die Arbeit unserer Verdauungsorgane, die Strömung der Körperflüssigkeiten wie der Lymphe und dem Liquor sowie schließlich die Bewegungen der Muskulatur, Sehnen, Bänder, Gelenke und Bindegewebe. Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren gesunde Funktion. Glücklicherweise ist unser Körper sehr anpassungsfähig und in der Lage, einige Funktionsstörungen zu kompensieren. Ist aber die Kompensationsfähigkeit des Körpers erschöpft, dann genügt schon ein Einfluss, um eine unverhältnismäßig starke Reaktion hervorzurufen. Diese kann dann an ganz anderer Stelle im Körper auftreten. Oft liegt also die Lösung der Beschwerden nicht dort, wo wir Schmerz empfinden.